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Gegen den großen Rums: Asteroidenabwehr mit System
(05.02.12, 18:05 Uhr)

Wann genau der letzte richtig große Einschlag eines Asteroiden auf der Erde geschah, ist nicht klar. Einschlagskrater aber gibt es viele. Dass in Zukunft weitere Kollisionen folgen werden, ist nicht nur Thema ungezählter Katastrophenfilme aus Hollywood. Auch Alan Harris, Asteroidenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), ist sich sicher, dass irgendwann der nächste Einschlag kommt. Der Film "Armageddon" lässt grüßen.
In den nächsten dreieinhalb Jahren leitet er die im Januar 2012 gegründete internationale Kooperation "NEOShield" (Near Earth Object) - insgesamt 13 Partner aus Forschung und Industrie werden gemeinsam erforschen, wie Einschläge von Asteroiden und Kometen verhindert werden können. Untersucht wird unter anderem die Möglichkeit, Asteroiden durch den Einschlag einer Raumsonde von ihrer bedrohlichen Bahn abzubringen. Die Europäische Union unterstützt das Projekt mit vier Millionen Euro. Weitere 1,8 Millionen Euro steuern die beteiligten Partner bei.
Wenn Asteroiden sich der Erde nähern, tun sie dies mit einer Geschwindigkeit von typischerweise fünf bis 30 Kilometern in der Sekunde. "Um ihre Umlaufbahn zu ändern und eine Kollision mit der Erde zu verhindern, muss man eine Kraft auf sie ausüben", sagt Asteroidenforscher Harris. "Und zwar rechtzeitig."
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